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Deutschland und Europa leben nur noch auf Pump

Es ist der Morgen des 2. Mai 2024: Schon wieder hat Deutschland rechnerisch die kompletten Ressourcen eines gesamten Jahres aufgebraucht. Nur einen Tag später gilt dies auch für alle rund  500 Millionen Einwohner*innen Europas. 27 Länder dieser Welt, reiche Länder, Länder der Industrialisierung, die all ihre Ressourcen für das Jahr 2024 erschöpft haben. Die restlichen 242 Tage leben Deutschland und Europa also nur noch auf Pump.

In vielen Erdölgebieten sind ganzen Landstriche durch Öl-Lecks verseucht. © Torres | Misereor
In vielen Erdölgebieten sind ganzen Landstriche durch Öl-Lecks verseucht. © Torres | Misereor
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Sojaanbau in Südamerika

Gewinne auf Kosten von Natur und Menschen

Brasilien und Argentinien gehören zu den drei größten Sojaproduzenten der Welt, Paraguay und Bolivien stehen an sechster und zehnter Stelle. Mehr als 90% der dort angebauten Sojabohnen sind gentechnisch verändert. Zwischen Anfang der 1990er Jahre und 2017 wurden jedes Jahr mehr als 2 Millionen Hektar Land in den südlichen Ländern Lateinamerikas gerodet, um Platz für gentechnisch veränderte Sojapflanzen zu schaffen. Derzeit ist der Sojaanbau weltweit die zweitgrößte Ursache für die Abholzung tropischer Wälder. Zu den Ökosystemen in den Regionen der vier Länder gehören der Amazonas, der Cerrado, der Atlantische Regenwald, der Chaco und die Chiquitanía, die eine enorme biologische Vielfalt beherbergen und einen großen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Der deutsche Konzern Bayer ist seit der Übernahme von Monsanto der größte Produzent von genverändertem Soja und Pestiziden in Südamerika.

Ein Mann sthet vor einem Kind auf dem Land in Paraguay
© Misereor
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Agrargigant Bayer unter Druck

Organisationen aus Südamerika und Deutschland reichen OECD-Beschwerde ein

„Das Soja steht uns bis zum Hals“, so lautet ein Statement aus Paraguay. Ähnliches gilt für viele weitere Menschen in Brasilien, Bolivien und Argentinien. Kleinbäuerliche, indigene Gemeinschaften sind besonders betroffen. Sie berichten von Pestizidvergiftungen, Abholzung wichtiger Ökosysteme und Vertreibung. Gleichzeitig erzielt der deutsche Agrochemiekonzern Bayer nach der Übernahme von Monsanto Milliarden-Umsätze mit dem Verkauf von gentechnisch verändertem Soja-Saatgut und gefährlichen Pestiziden auf dem südamerikanischen Markt.

© Misereor
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Vom Schlachthof zum Kulturzentrum

Was mit dem ehemaligen Schlachthof von Cochabamba passierte, ist ein Paradebeispiel in Sachen Kultur und Entwicklung: Der Ort wurde in das alternative Kulturprojekt mARTadero verwandelt und bereichert die bolivianische Stadt mit seiner kreativen und gemeinschaftlichen Arbeit. Kultur wird hier nicht als Zeitvertreib verstanden, sondern als Weg hin zu einer Zukunft, die sich die Menschen in Cochabamba wirklich wünschen.

Das Wandgemälde „Esperanza“ (zu Deutsch Hoffnung) entstand beim Festival „Cochabamba Urban Art Biennale“ (BAU) von mARTadero. Dort versuchen Künstler*innen die Stadt durch urbane Kunst aufblühen zu lassen. © Soteras | Misereor
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Frauen auf der Flucht

Der Krieg in Syrien ist auch nach über zwölf Jahren nicht vorbei. Millionen geflüchtete Syrer wagen es nicht, in ihre Heimat zurückzukehren. Gerade Libanon macht Druck auf die syrischen Flüchtlinge, oftmals Frauen, in ihre Heimat zurückzukehren. Dort drohen ihnen jedoch oft Inhaftierung, Folter und Hunger. Rola Roukbi ist 2016 aus Syrien in den Libanon geflüchtet und leitet dort die Frauenrechtsorganisation „Women Now For Development Lebanon“. Sie hat mit uns über die aktuelle Situation von geflüchteten Frauen im Libanon gesprochen.

Frauen auf der Flucht brauchen besondere Hilfe. So wie diese syrische Frau die bei der Flüchtlingshilfe „Pontifical Mission Lebanon“ im Libanon Zuflucht finden konnte. © Harms | Misereor
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