Während sich Brasilien auf die im November anstehende 30. Weltklimakonferenz im Amazonasgebiet vorbereitet, genehmigt die Regierung gleichzeitig eine Ölbohrung in den Gewässern des Amazonas – ein Widerspruch.

Regine und Sabine, Misereor-Expertinnen für ländliche Entwicklung, besprechen in einem Videocall mit einem Partner die letzten Details eines Projekts zu agrarökologischen Innovationen im ländlichen Tansania. Ein paar Büros weiter sitzt Eva, Expertin in Sachen städtische Entwicklung, vor einem Antrag zur Verbesserung der Wohnraumversorgung in den Slums der tansanischen Großstadt Daressalam. Auf den ersten Blick haben die Kolleg*innen und ihre Projekte nichts miteinander zu tun – Oder doch?

Als der Morgen des 7. Juli 2025 in Kenia anbricht und die Menschen mit angehaltenem Atem die Nachrichten auf ihren Handys verfolgen, während auf den leeren Straßen die Polizei Barrikaden errichtet, kommt einem der oft Mark Twain zugeschriebene Spruch in den Sinn: „Geschichte wiederholt sich nicht, aber sie reimt sich.“

Im Interview sprechen Nicholas Omunuk aus Uganda und Antonio Muagerene aus Mosambik über die zerstörerischen Folgen fossiler Großprojekte – und fordern globale Solidarität für eine weltweite und gerechte Energiewende. Die beiden reisten eine Woche durch Deutschland um mit Politik, Medien und Interessierten über die Situation in ihren Ländern zu sprechen.

Am 5. Juni 2025 fanden in Burundi Kommunal- und Parlamentswahlen statt. Während die nationale Wahlkommission von einem weitgehend friedlichen Ablauf sprach, zeichnen Berichte zivilgesellschaftlicher Gruppen und der katholischen Kirche ein anderes Bild: Eines von Angst und Einschüchterung geprägt – und so gewann die Regierungspartei CNDD-FDD mit 96,5 Prozent der Stimmen alle Parlamentssitze.
Auch dieser Sommer wird aller Voraussicht nach überdurchschnittlich warm. Wem dabei Strandgefühle aufkommen, dürfte die Folgen früherer Hitzesommer vergessen haben: laut Bayerischem Rundfunk gab es allein 2022 in Deutschland mehr als 4.500 hitzebedingte Todesfälle, viele davon gelten als vermeidbar. Zudem nimmt die Zahl der gefährlichen Hitzetage und Hitzewellen durch die Klimakrise zu. Zwischen Mai 2023 bis Mai 2024 gab es laut einer aktuellen Analyse internationaler Klimaforscher in Deutschland 50 extreme Hitzetage – knapp die Hälfte davon, 24 Tage, seien direkt auf den menschengemachten Klimawandel zurückzuführen. Diese Todesfälle machen deutlich: durch den Klimawandel wird Hitze immer mehr zum Problem für die direkte Gesundheit der Menschen. Es gilt für die Risiken von Hitze zu sensibilisieren und sich besser auf die heißen Tage vorzubereiten.
